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Postflop
Postflop nennt man die Phase beim Pokern, sobald die ersten
Gemeinschaftskarten (Communitycards) auf dem Tisch liegen. Das Postflopspiel ist
in 3 Wettrunden eingeteilt. Es kann auf dem Flop, dem Turn und dem River gesetzt
werden. Zunächst einmal ist es wichtig sich daran zu erinnern, wie vor dem
Flop gespielt wurde. Entscheidend ist hierbei, ob es jemanden gab der Preflop
geraist hat. Dieser Spieler wird meist eine gute Hand Preflop gehabt haben.
Flop
Als Proflop raiser hat man nun die Möglichkeit eine "Continuation
Bet" zu setzen. Das heisst man setzt nocheinmal auf dem Flop, nachdem man
bereits vor dem Flop gesetzt hat. Von einer Continuation Bet spricht man, wenn
man als Preflopaggressor nichts auf dem Flop getroffen hat und nun versucht die
Gegner mit einem Bluff aus der Hand zu drängen. Nun stellt sich die Frage,
wann eine solche Continuation Bet Sinn macht. Bei Limit Hold'em ist die Frage
einfach zu beantworten: Da durch die Blinds schon viele Chips im Pot liegen
lohnt sich eine Continuation Bet fast immer. Bei No Limit Hold'em sieht die
Sache schon ganz anders aus. Eine Continuation Bet muss die Größe von einem
halben bis zu zwei dritteln der Potgröße angesetzt werden. Dennoch ist die
Continuation Bet auch im No Limit Hold'em eine starke Waffe. Man darf Sie jedoch
nicht zu oft einsetzen, da die Gegner sonst Wissen was man macht und darauf
entsprechend reagieren. Spielt man gegen einen Gegner, der immer eine
Continuation Bet plaziert, so muss man sich darauf einstellen. Eine Möglichkeit
ist, dass man diesen Gegner direkt am Flop mit einem Reraise konfrontiert. Dies
kann durchaus auch mit schwächeren Händen geschehen, da die Wahrscheinlichkeit
hoch ist, dass er eine Hand hält, die sich auf dem Flop nicht verbessert hat und
er diese aufgibt. Ein weiterer Vorteil hiervon ist, dass er es sich beim
nächsten mal genau überlegen wird, ob er gegen Sie nocheinmal eine Continuation
Bet versuchen wird. Sollte man eine sehr starke Hand halten, kann man versuchen
den Gegenüber zu weiteren Bluffs zu veranlassen, indem man seine Bet nur
mitgeht. Dieses "Slowplay" sollte man jedoch nur mit sehr guten Händen
versuchen, oder gegen Gegner bei denen man sich fast sicher ist, dass dieser zu
viel Blufft.
Turn
Die nächste Phase im Post Flop Spiel ist der Turn. Es liegen nun
vier Karten in der Mitte und es steht nur noch eine Karte aus. Es gilt nun zu
überlegen, wie man die Hand weiter spielt. Wichtig dabei ist, dass man sich
wieder ins Gedächtnis ruft, wie die Hand bisher verlaufen ist. Zunächst muss man
sich im klaren darüber sein, wer der Aggressor (der aggressive Spieler) im
Verlauf dieser Hand war:
Man war selbst der
Aggressor Wir haben bisher in dieser Hand stärke demonstiert, aber
einer oder mehrere Spieler haben sich entschieden weiterhin in der Hand zu
bleiben. Dies kann verschiedene Gründe haben:
- Sie setzen uns auf einem
Bluff - Sie haben eine Monsterhand (sehr gute Hände, wie zum Beispiel 3 von
einer Sorte) - Sie haben eine Hand bei der sie sich nicht sicher sind, ob sie
vorne liegen - Sie sind auf einem Draw.
Alle diese Hände müssen wir bei
unseren Entschiedungen im Hinterkopf behalten. Gegen einige liegen wir vorn,
gegen andere hinten. Generell kann man sagen, dasss unsere Gegner oft eine
starke Hand haben, da sie andernfall am Flop ausgestiegen wären. Eine
Besondertheit stellen die Draws dar. Wir müssen und genau überlegen, ob die
Turnkarte irgentwelche Draws komplettiert haben kann (zum Beispiel einen
Flushdraw). Eine genaue Vorgehenweise kann man an dieser Stelle nicht
definieren. Wir müssen allerdings aufpassen, dass wir nicht mit zu vielen Chips
in eine Monsterhand laufen und genauso müssen wir aufpassen, dass wir den Draw
nicht zu oft kostenlose Karten geben. Für diese Post Flop Phase braucht es
viel Erfahrung als Pokerspieler. Eine große Hilfe bei der Entscheidung können
Reads auf den Gegner (man durchschaut den Gegner, entweder durch seine
Spielweise oder durch Körpersignale) sein. Sollte man keine Reads haben, so muss
man sich an dieser Stelle genau überlegen wie weiter vorzugehen ist. Wichtig ist
darüber hinaus auch, wie uns der Gegner sieht. Wenn wir in den letzten Händen
viel geblufft haben sollten wir dies an dieser Stelle nicht fortsetzen, da der
Gegner realisiert was wir praktizieren und so wird er uns nicht mehr so leicht
eine starke Hand zutrauen. Gleiches gilt anders herum. Waren wir eine Zeit lang
passiv, so können wir leichter einen Bluff ansetzen. Hier gilt es aber den
Gegner genau einzuschätzen, denn unerfahrene Spieler achten nicht auf die
Spielweise des Gegenübers.
Man war nicht der
Aggressor Dieser Fall kann entstehen, wenn entweder der Gegner
gesetzt hat, oder niemand gesetzt hat. Es gilt nun zuerst die Turnkarte zu
analysieren. Die erste Frage ist, ob uns die Turnkarte geholfen hat (zum
Beispiel bei einem Draw). Sollten wir nun eine gute Hand haben müssen wir etwas
setzen, falls auf dem Flop nur gecheckt wurde um mehr Chips in die Mitte zu
bekommen. Sollte der Gegner auf dem Flop aggressiv gespielt haben müssen wir nun
genau überlegen wie wir weiter vorgehen. Wir wissen, dass der Gegner eine Hand
hält, die er für stark genug hält um auf dem Flop zu setzen. Sollten wir nun
eine sehr starke Hand bekommen haben durch den Turn müssen wir versuchen viele
Chips in den Pot zu bekommen. Zum einen kann man selbst die initiative
ergreifen, oder aber man lässt den Gegner weiter attackieren und callt immer
nur. An dieser Stelle muss man je nach Gegner entscheiden, welche Methode mehr
erfolg verspricht. Wir sollten uns jedoch meist dafür entscheiden selbst eine
Bet zu platzieren, da der Gegner bei einer gefährlichen Turn Karte geneigt sein
könnte den Showdown ohne weiteren Chip Investition zu sehen. Sollte auf dem
Flop gecheckt worden sein und nun liegt eine gefährliche Karte auf dem Turn und
der Gegner setzt Chips, so sollte man sich meist von der eigenen Hand
verabschieden. Wir hatten am Flop nicht genug um zu setzen und dies hat sich am
Turn ohne Verbesserung nicht verändert. Eine Ausnahme wäre es zum Beispiel, wenn
der Gegner ein Spieler ist, der viel und gerne Blufft. In diesem Fall könnte man
sich überlegen einen Bluffraise anzusetzen, um den Gegnner mit diesem sehr
starken Move aus der Hand zu drängen. Auf einen Fall jedoh darf man nur callen,
wenn man denkt, dass der Gegner nur blufft, denn so bekommen wir ihn keinesfalls
aus der Hand. Wir wären gezwungen am River nocheinmal Chips zu investieren um
ihn aus der Hand zu drängen und dies wäre teurer als ein raise auf dem
turn. Wie man sieht muss man an viele Dinge denken, um erfolgreich am Turn zu
bestehen. Die richtigen Entschiedungen zu treffen erfordert viel Erfahrung, wie
das gesamte Post Flop Spiel ohnehin.
River
Die letzte Post Flop Phase heisst River. Es liegen nun alle fünf
Community Cards auf dem Tisch. Da keine Karte mehr aussteht stellt sich nun nur
noch die Frage, ob man erhöht, oder versucht den Showdown günstig zu
bekommen. Mit einer Monsterhand muss man versuchen noch Chips vom Gegner zu
bekommen, aber man darf die Bet nicht zu hoch ansetzen, da man den Gegner nicht
vertreiben möchte. Die endgültige größe der Bet hängt stark vom Verlauf der Hand
(hat der Gegner signalisiert, dass auch er eine gute Hand hält) und vom
Gegnertyp ab. Generell kann man aber festhalten, dass eine Riverbet kleiner
ausfallen kann als eine Bet auf den vorangegangenen Phasen, da wir dem Gegner
kein Draw mehr zerstören müssen. Mit einem Draw, dass weder auf dem Turn noch
dem River vervollständigt wurde können wir die Hand bei gegenwehr fast immer
abschmeissen. Die schwierige Entschiedung am River sind die marginalen Hände.
Mit diesen hat man sich höchstwahrscheinlich über den Verlauf der Gesamten Hand
nicht wohl gefühlt. Nach Möglichkeit sollte man versuchen den Showdown kostenlos
zu bekommen, da der Gegner mit keiner schwächeren Hand als unserer callen wird
und sollte er eine stärkere Hand halten wird er die Bet gerne callen. Sollten
wir nun aber gecheckt haben und der Gegner erhöht entsteht eine sehr schwierige
Situation. Wir wissen nicht, wo wir stehen. In dieser Situation muss man sich
überlegen, wie oft werden wir mit dieser Hand vorne liegen? Sicherlich gegen
einen Bluff. Zudem unter umständen gegen eine noch schwächere Hand, die der
Gegner aus unserer Perspektive überspielt. Gegen den Rest verlieren wir. Sagen
wir, wir kommen zu dem Entschluss uns eine 25% Gewinnchance zu geben. Der
nächste Schritt ist, dass wir schauen wieviel wir bezahlen müssen um den
Showdown zu sehen. Im Pot liegen 1500 Chips und der Gegner setzt 600 Chips.
Sollten wir nun callen? Um diese Frage zu beantworten müssen wir eine Berechnung
anstellen. Zu callen sind 600. In der Mitte liegen 1500 + 600 vom Gegner +
möglicherweise 600 von uns = 2700 Chips. Wir riskieren also 600 Chips für einen
möglichen Gewinn von 2700 Chips. 600 Chips sind 22,2% von 2700 Chips und demnach
sollten wir diese Bet nicht callen.
Fazit
Wie wir sehen ist das Post Flop Spiel sehr komplex. Natürlich wurde in diesem
Artikel noch lange nicht auf alle Faktoren eingegangen die eine Rolle spielen.
Komplett vernachlässigt wurde zum Beispiel die Position am tisch, welche einen
enormen Einfluss auf das eigene Spiel hat. Dieser Artikel sollte Ihnen lediglich
einen kurzen Einblick in die Welt des Post Flop Spielens geben. Anhand anderer
Artikel, welche unter anderem auf dieser Seite veröffentlicht sind, können Sie
ihren Pokerhorizont erweitern.
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"Unternehmen
müssen kommunizieren, um sich zu positionieren und ihre Produkte gegenüber
den Konkurrenzprodukten zu differenzieren." Das heißt im Klartext auf
den kurzen Nenner gebracht: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!"
Unternehmen bewegen sich im Alltagsgeschäft innerhalb einer Vielzahl von
Anspruchsgruppen, die aus ihrer Umwelt Informationen aufnehmen, um diese
zu bewerten: Arbeitnehmer, Arbeitssuchende, Kommunaler Kreis, Finanzierungsmärkte,
Beschaffungsmärkte, Shareholder, Stakeholder und nicht zu vergessen, der
Kunde!
Inzwischen werden
die Kämpfe auf diesen Schauplätzen immer härter ausgetragen: auch mittlere
und kleinere Unternehmen beschäftigen sich immer mehr mit Öffentlichkeitsarbeit.
Viele Unternehmen haben ein gespaltenes Verhältnis zu den Medien, einerseits
wären sie gerne in großem Umfang medienpräsent, anderseits: "schreiben
die nie was man will! Wenn die überhaupt was schreiben, dann nie das was
man ihnen schickt, zudem wollen die auch immer gleich Anzeigen geschalten
haben". Journalisten denken eben ganz anders als Unternehmer und die Anzeigenabteilungen
reden eben doch gelegentlich ein Wörtchen mit.
Marketing ist
kundenorientierte Arbeit in den Märkten. Dies gilt für Consumer-Märkte
genauso, wie für den B2B Bereich. Eine absolute Nutzenausrichtung zum
Kunden ist die einzige Vorgabe. Hier ist der Kunde zu entschlüsseln,
die Produkte anzupassen, die Vertriebskanäle entsprechend vorzubereiten
und nach Effizienz zu optimieren oder direkte Schnittstellen zum Kunden
zu errichten. Zudem müssen ständig Anpassungen vorgenommen werden und
der Wettbewerb, die gesetzlichen, gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen
ständig auf Veränderungen zu überprüfen.
Das Engagement des
Unternehmens sollte direkt nach den Deckungsbeiträgen der Produkte, der
Kundenqualität, der Marktquantifizierung und den Marktchancen geplant
werden. In den beiden Themenfeldern - Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
- sind gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen enormer Handlungsbedarf
vorhanden um die gewünschten Erfolge zu erreichen und zu sichern.